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Hier ist mein empfohlener
externer Link.
Die Karte der Auswanderungs- und Umsiedlungswege meiner Vorfahren gibt es unter
diesem
Link.
Jüdische Verweise
Buron ist in den Listen der Holocaust-Opfer, Fleck unter den jüdischen Namen Galiziens zu finden...
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Stories - Überlieferte ErzählungenMeine Großmutter bat uns später niemals dieses Dorf zu besuchen. Sie schämte sich wohl für die Armut dort. Erzählt haben meine Großeltern so gut wie nie über diese Zeit in Bessarabien. Sogar Fragen blieben unbeantwortet. Aber die üblichen Gerichte hat und konnte meine Großmutter gut kochen. 'Mamlik' habe ich gehasst, von 'Pirogus' konnte ich nicht genug kriegen. "Holubzier" (keine Ahnung wie man es schreibt) waren mit Reis und Gehacktem gefüllte Paprikaschoten. Und einen Tomatensalat mit darin eingelegten ganzen, vorher auf der Herdplatte gerösteten und enthäuteten (spitzen) Paprika.... lecker.
Die einzige Schulklasse von Neu Strymba. - hintere Reihe Mitte mein Vater - Ein glückliches Kindergesicht konnte ich darauf nicht erkennen. Das Foto ist ca. 1934 entstanden.
Mein Vater erzählte: In Deutsch unterrichtet wurde nur vormittags. Nachmittags war dann die rumänische Schule im Klassenzimmer. Wir hatten fast nur Schulunterricht in Rumänisch. Es gab zwei Reihen mit Bänken im Raum. Auf einer Bank saßen sechs Kinder. So eine Bank nannte man „Nest“. Zu Beginn musste immer einer vom Nest neben der Bank stehen und Meldung machen. Begrüßt wurde mit erhobenem ausgestreckten Arm, gleich dem Hitlergruß. Wir haben draußen gesessen und auf die Schafe aufgepasst. Die Wolle der Karakulschafe war sehr wertvoll. Sobald ein Lamm geboren wurde, mussten wir es ganz schnell nach Hause bringen. Das war furchtbar. Wir wussten ja, was mit den kleinen Lämmern geschieht. Wenn eins vorher gestorben ist oder wir das nicht sahen, war daheim die Hölle los. Wir bekamen etwas zu trinken und ein Stück Brot und Speck mit hinaus, so blieben wir den ganzen Tag draußen. Auf den Gutshöfen gab es Arbeit. Die Armut war so groß, dass dieser zusätzliche Verdienst ein Segen gewesen ist. Die Leute aus dem Dorf fanden sich am Morgen ein und der Verwalter (Waldemar Buron) verteilte, nannte die Namen der Glücklichen dieses Tages. Wenn die anderen enttäuscht und traurig wieder zurück nach Hause gingen, liefen sie in einer breiten Kette über die Wiesen zurück. ins Dorf. Dabei sangen sie Lieder - trraurige Lieder mit wunderschönen Melodien. "Diese Lieder habe ich so geliebt", sagte mein Vater. "Es klang wunderschön. Ich habe sie noch heute im Ohr."
Wie sie wohnten Mein Vater schlief in der Küche. Dort befand sich auch der große Ofen des Hauses. Dahinter, mit einem Vorhang abgetrennt, lag der Schlafraum der Eltern. Es gab auch eine kleine Wohnstube. Dies war der einzige Raum des Hauses mit Holzfußboden. Ansonsten besaßen die Zimmer lediglich festgestampften Lehmfußboden, auf den als obere Schicht häufig feiner, hellgelber Sand aufgesiebt wurde. Er meinte, da habe er dann immer schön spielen können... Der Ofen wurde vorwiegend mit getrocknetem Dung oder trockenen Maisspindeln geheizt. Der Dung wurde auf dem Hof ausgebreitet und festgestampft, wo es ging mit Hilfe der Pferde, wenn nicht eben mit nackten Füßen. Danach ist er in Stücke getrennt und in runden Stößen aufgeschichtet worden.
Dungtrocknung
Nicht jede Familie besaß gleich ein Haus zum wohnen. Oft waren es die Russen oder ganz neue Siedler, die zunächst in sogenannten Erdgruben bzw. -höhlen 'hausen mussten', bis sie sich eine richtige Unterkunft bauen konnten. Von 'leben' kann man da nicht sprechen. Es gab also immer wieder Familien, die eine zeitlang so existierten.
Winter in Bessarabien Quelle beide Fotos: Library of the Museum of Local History
Im Winter herrschte ein ungeschriebenes Gesetz. Wer seine Erdbehausung zuerst von den Schneemassen befreit hatte, MUSSTE den anderen beim Freischaufeln helfen. Dem Urgroßvater war es demnach anfangs nicht anders ergangen. Von ihm stammte diese 'Belehrung' an den Enkel. Krankheiten Meinem Vater besonders in Erinnerung ist ein wiederkehrendes Fieber. Es war anscheinend eine Art Malaria, an der nicht wenige starben. "Eine verfluchte Krankheit. Wir warteten richtig auf den Herbst, denn wenn es kühler wurde, war sie weg. Im Sommer brauchte man nur Milch zu trinken und in die Sonne zu gehen, schon war das Fieber da. Heftiger Schüttelfrost, hohes Fieber und ein schrecklicher Durst... Das einzige, was dann etwas half, waren Oleanderblätter. Sie wurden in Zigarettenpapier eingerollt, damit man sie schlucken konnte, so bitter waren sie. Nur ein paar Tage, dann war das Fieber weg, und danach hatte ich regelmäßig tagelangen Ausschlag im Gesicht, vor allem um den Mund herum." Anm.: Oleander ist im übrigen eine Giftpflanze, die auch zum Herzstillstand führen kann. Die positive Wirkung gegen Malaria ist jedoch bekannt. Ein Krankenhausaufenthalt konnte die Familie in den Ruin treiben. Als meine Großmutter ins Krankenhaus kam, musste die Familie eine Kuh verkaufen, um die Behandlung bezahlen zu können. Jeden Morgen hatte man die recht hohe Summe für einen weiteren Tag zu entrichten. War das nicht möglich, musste der Patient -egal wie krank- das Hospital verlassen. Als Todesursachen bei Kindern liest man in den Kirchenbüchern häufig Masern oder "Krämpfe", auch Cholera oder Malaria. |
Historisches
Zarin Katharina II. die Große ließ im Jahre 1763 in Deutschland Siedler anwerben. Die planmäßige Ansiedlung von Deutschen wurde unter den Zaren Paul I. (1796-1801) und Alexander I. (1801 -1825) fortgesetzt. Die ersten Kolonisten...
…und jedesmal, wenn Ihr an dem Feld vorbeikommt, in dem Ihr Eure Vorfahren beigesetzt habt, schaut richtig hin, und Ihr werdet Euch und Eure Kinder Hand in Hand tanzen sehen. (Khalil Gibran)
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