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Jüdische Verweise
Buron ist in den Listen der Holocaust-Opfer, Fleck unter den jüdischen Namen Galiziens zu finden...
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Einige Personen der FamilieVäterliche Linie Buron Mein Vater und seine Kindheitserinnerungen
Er spricht viel von Bessarabien, und viel von seiner Mutter und seinem Großvater Wilhelm. Letzterer hat ihm anscheinend die Kindheit gerettet. Alles was er lernte, lernte er von ihm. An den Vater hat er nur schlimmste Erinnerungen. Geboren wurde er 1925 in Neu Strymba, als zweites Kind, doch sind seine beiden Brüder (einer vor ihm, einer nach ihm zur Welt gekommen) bereits als Säuglinge gestorben. Bei seinem nachfolgenden Bruder weiß er noch, dass dieser regelrecht verhungerte. Sein Vater habe sich nicht vorbeugend um eine Amme bemüht, wie es in anderen Familien durchaus der Fall gewesen sei. Doch war das bei den nachfolgenden zwei Schwestern eigenartigerweise nicht notwendig gewesen. Es schien im stets, als habe der Vater keine Söhne gewollt. Bei der schlechten Behandlung, bis zum letzten Tag, sind solche Gedanken meines Vaters nicht verwunderlich.
Zur Schule konnte er nur gehen, so lange keine Feldarbeit anstand. Schuhe gab es auch nur in der kalten Jahreszeit. Schon mit Fünf stand er neben der Mutter auf dem Feld und hat mitgearbeitet. Er erinnert sich daran, dass er eine Reihe Rüben (Kartoffeln?) zu hacken hatte, aber ihr nicht folgen konnte, und seine Mutter half ihm natürlich. Da ritt sein Vater auf dem Pferd heran und schlug von oben mit der Peitsche auf ihn hinab...
Eine weitere Geschichte: Selbst am Sonntag musste er als Kind hart arbeiten. Nie hatte er Ruhe, und sogar die Nachbarn und Verwandten hätten ihn deshalb bedauert. Einmal war er wieder mit dem Pferdefuhrwerk unterwegs, gerade mal Sieben war er alt. Zwei Pferde und ein großer Wagen, Gewitter, unheimlicher Regen... da rutschte eines der beiden Pferde unter die Deichsel. Er bekam es nicht mehr hoch. Blitze überall, Regen, Donner... und er rannte zum nächsten Haus im Dorf. Der Bauer half, holte danach den Vater, um ihm einen "Einlauf" zu machen, weil er den kleinen Kerl allein losgeschickt hatte. Noch heute sitzt mein Vater bei Gewitter am Küchentisch, auch nachts.... Ein anderes Mal hatte der Vater erneut die Mutter geschlagen. Mein Vater war etwa fünf Jahre alt. Es war mitten im Winter. Seine Mutter wusste sich nicht mehr zu retten und rannte hinaus, der kleine Kerl hinterher. Er sagte, er habe kaum über den Schnee kriechen können, so hoch habe der gelegen. Er ist dann zu seiner Mutter in den Schafstall gekrochen. Beide hatten nur ihre Schlafhemden an. Zusammengekauert in der Ecke des Stalles hätten sie bis zum Morgen dort geschlafen und seien nicht erfroren, weil sich die Schafe alle an sie herangedrückt hätten, um sie zu wärmen. Tiere sind doch die besseren Menschen...
Eine eigenartige Krankheit hatten sie in Bessarabien. Es war ein regelmäßig wiederkehrendes Fieber, wahrscheinlich Malaria. Bei meiner Oma trat diese Krankheit während der ersten Jahre in Deutschland noch gelegentlich auf. Von eiskalten Wintern und heissen Sommern hat mir mein Vater erzählt. Von herrlich süßen 'Arbusen' (Wassermelonen), und dass er in der Küche schlafen durfte. Darin stand der Herd. Geheizt wurde mit getrocknetem Dung und den Spindeln der Maiskolben, Holz gab es nicht. Das Dach des Hauses war aber später doch noch mit Holz gedeckt worden, zuvor jedoch mit Rohr und Stroh.Von Banden-Überfällen hat er berichtet, von der Angst, dass eines der kleinen Karakul-Schafe stirbt, bevor er es nach Hause brachte, damit es dort getötet wird... und wie traurig das alles war. Kühe hüten war nahezu seine Hauptbeschäftigung und wehe, mit ihnen passierte etwas, bevor er sie zum Schlachten brachte. Der Rest ist der gewalttätige Vater, der beschützende Opa.... Er mochte die Weite des Landes, viel mehr allerdings nicht. Genau wie meine Großmutter hat er sich nie zurückgesehnt. Es war ihnen zu schlecht ergangen
Meine Großmutter
Katharina Buron, geb. Fleck, ist 1906 nach ihren Angaben und einigen Dokumenten in Neu-Strymba geboren worden. Ihr Vater, Stefan Fleck, wurde in Lipkani geboren, so wie dessen Bruder Mihael (Michael) Fleck. Lipkani liegt an der nördlichen Grenze Bessarabiens. Ein Kind von Michael kam 1917 in Sibirien zur Welt. Stefans und Michaels Vater hieß Franz, geboren in Samburg (Sambor), Galizien. Die Eltern meiner Über die jüngere Halbschwester Karoline berichte ich im Folgenden ebenfalls. Meine Oma war eine gutmütige Frau... und schlichweg zu bedauern. Ihr Vater Stefan starb, ein Hausierer erstach später auch noch ihre Mutter Blandina. So lautete die 'offizielle Version', die mir in der Familie berichtet wurde. Die Wahrheit war, dass dies ein geistig gestörtes Familienmitglied gewesen ist. Zudem hatte ihr Vater nach dem Unglück ein zweites Mal geheiratet (Katarine Heichert) und ist somit als Zweiter der beiden Elternteile verstorben (1923). Es ändert jedoch nichts daran, das meine Oma, gerade mal sieben Jahre alt, zur Vollwaise wurde, in der Familie des Onkels Michael erzogen und so schnell es ging verheiratet worden war. Und das mit gerade mal sechzehn Jahren. Zusätzlich zwang man sie den gleichaltrigen Jakob Buron zu heiraten, der eigentlich eine andere liebte. Nicht "sein Pech", es wurde zu ihrem. Dies war eben auch eine Art, den Grundbesitz zu vergrößern. Die 'Großen' taten es schließlich schon von jeher. Doch mein Großvater "versprach" ihr dadurch, dass sie (weshalb ausgerechnet SIE?) es ihr Leben lang büßen würde. Und das hatte sie leider auch müssen. Sie wurde von ihm furchtbar geprügelt (sogar mit einem Flacheisen), betrogen, eingesperrt... schrecklich von diesem Tyrannen behandelt. Wie schlimm ihr Leben an seiner Seite war zeigt, dass sie auf dem Totenbett im Krankenhaus ihm Besuche untersagen ließ. Dem Sarg nachlaufen folgen sollte außer meines Vaters Familie, also wir, ebenfalls keiner. 'Er' vor allen Dingen nicht. Er tat es trotzdem, heulte wie ein Schlosshund... Ich erinnere mich noch an den einen Satz meiner Oma während meines letzten Besuchs im Krankenhaus: "Wenigstens im Tod will ich vor ihm meine Ruhe haben." Er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich war darüber entsetzt, denn was musste ihr Mann ihr alles angetan haben, bis diese gutmütige und duldsame Frau so etwas äußerte? Aber weshalb wollte sie ihre beiden Töchter ebenfalls nicht sehen? Meinen Vater hatte sie geliebt. In seinen Erinnerungen werde ich davon weiteres berichten. Manchmal höre ich sie noch von der Hautür ihren Mann zum Essen rufen, in diesem eigenartigen Dialekt. "Jakub, Jakub, kimst ariber, kim anne esse"...
Ihre Halbschwester Karoline Auf einem Familienbild ist auch Karoline, die Schwester meiner Großmutter, zu sehen. Eines Tages fand ich in den Recherchen eines anderen Ahnenforschers, dass beide nur den gleichen Vater, Stefan, gest. 1923, hatten, Karoline als Jüngste eine andere Mutter (Heichert, Katharine). Anhand der Sterbensdaten stellte sich heraus, dass Karoline nach dem Krieg nur wenige Kilometer entfernt von meiner Großmutter lebte. (Uhlstädt, Thüringen) Noch in Neu-strymba hatte Karoline Ludwig Sobias geehelicht. Nach späteren Erzählungen einer Tochter soll auch jener "kein Guter" gewesen sein. Die frühere Version, die ich kannte lautete, sie sei nicht umgesiedelt und in Bessarabien geblieben. Meine Großmutter hatte in Deutschland nie Besuch von einem nahen Mitglied ihrer Familie bekommen, der Großvater schon....Welches Geheimnis nahm damals meine Großmutter mit ins Grab? Durfte sie nicht gefunden werden, und weshalb nicht? Damit erklärte sich mir die Abneigung der Oma gegen Suchanfragen, die häufig eingetroffen waren. Sie hatte stets ablehnend und eigenartig reagiert. Auf meine Fragen als Kind sagte sie nur "eh!" und die Briefe landeten im Feuer. Etwas runder wird diese Geschichte mit einem Sachverhalt, den ich bereits früher zu erfahren bekam, den ich allerdings an dieser Stelle nicht darlegen möchte. Wahrscheinlich hatte es mit ihrem Landeigentum zu tun, dem Nachkriegs- Lastenausgleich, einem zehn Jahre dauernden Streit vor Gericht in Bessarabien und ganz gewaltig mit meinem Großvater und seiner Schwester Eva. Erklärlich das Verhalten meiner Oma, wenn Sie über die Person meines Großvater lesen werden. Nett aber, dass wir so vielleicht den Sohn Karolines und somit Cousin meines Vater nach so vielen Jahren persönlich kennenlernen werden. Telefonisch gab es bereits Kontakt, auch mit seiner Stiefschwester Phlippine.
Der Großvater Jakob Buron wurde 1906 in Krasnodolia/Ukraine geboren. Seine Härte sieht man ihm schon auf den Fotos an. Ich habe ihn nicht leiden können. Komischwerweise er aber mich, obwohl ich mit nichts hinter dem Berg gehalten habe. Meine Oma hat manchmal darüber geschmunzelt, wenn ich ihm "die Leviten las". Ich mochte es nicht, wenn er alles 'stehen und liegen ließ', die Kuchenkrümel und Kirschkerne auf dem Tisch, den Stuhl weit ins Zimmer gerückt, eben wie ein Patron. Ich klaute mit meinem Bruder stets die Kirschen vom Baum, was er natürlich strikt untersagt hatte, er wollte "zuteilen"... war aber nicht, nicht mit uns.
Zu Lebzeiten hatte er seine Frau wie eine Leibeigene gehalten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass meine Oma sich nicht mal auf der Strasse mit einem anderen Mann unterhalten durfte. Die Bäume vor dem Haus in Deutschland waren so riesig hoch, dass es fast dunkel in den Zimmern gewesen ist. Und das, damit man sie nicht sehen konnte, wenn sie die Teppiche aus dem Fenster schüttelte. Es ist keine Erfindung oder Untertreibung... in diesem Leben war er ein 'Tyrann' . Vielleicht nutzt er an anderer Stelle nun die Möglichkeit es wiedergutzumachen.
Urgroßvater Wilhelm
Mein Vater berichtet nur Gutes von ihm. Geboren wurde er 1863 in der Ukraine. Er hat seinen Enkel oftmals gegen den Vater beschützt und war der, der ihm auch die Geschichten erzählte. Ein Jäger war er auch, hellhaarig (angeblich sogar rötliches Blond), schlaksig und humorvoll. Der Urgroßvater hat leider den Frieden und Deutschland nicht erleben dürfen. Er starb 1944 in Lasziska/Polen. Hier eine der Geschichten, die er dem Vater erzählte: Wilhelm war Soldat im Russisch-Japanischen Krieg (1904/05) um die Mandschurei. Die Menschen wurden im wahrsten Sinne des Wortes "verkauft". Die zahlenmäßige Übermacht der Japaner wurde seitens Russland immer mal wieder gestoppt, indem man Fässer mit Gold zum Feind hinüber rollte. Wenn die japanischen Feldherren das Gold bekamen, war für einige Zeit Ruhe. Sie ließen erstmal die eigenen Truppen schlachten. Und wenn die Gier wieder wuchs, ging es von Neuem los. Es war eben Krieg.... der Unterschied später und zu heute ist sicher nur, dass keine Fässer mehr gerollt werden brauchen.
Die Urgroßmutter "Stinkendfaul, launisch und immer mal für einige Tage verschwunden..." das ist der Kommentar und die Erinnerung meines Vaters an seine Großmutter Lydia, geb. Schmidt. Sie wurde 1876 geboren und ist im Januar 1941 in Wieselburg/Österreich verstorben. Ich kann ich mir allerdings nur zusammenreimen, wie sich beide "gefunden" haben. Lydia ist tatsächlich (Kirchenbuch) in Neu-Strymba (Stremby) geboren. Mein Urgroßvater kam erst 1920 nach Neu-Strymba, mein Großvater wurde den Berichten nach als zweites gemeinsames Kind jedoch 1906 in der Ukraine geboren. Es ist anzunehmen, dass auch hier zwischen den Familien vermittelt wurde. Ganz bestimmte Familien haben sich nie aus den Augen verloren, angefangen in Posen. Daher auch beständig gleiche Namen, was oft verwirrend ist. In der Familie Buron sind es beständig Schmidt und Bredi und über Schmidt wiederum Westermann und Gross. Es zieht sich über mehrere Generationen. Wie gut, dass doch auch mal hin und wieder der eine oder andere Familienname "aus der Reihe" tanzte.
Auf diesem Foto: Vater Alfred, Urgroßvater Wilhelm, Urgroßmutter Lidia, Großmutter Katharina, deren Schwester Karoline, die Großtante Eva und deren Mann Adam Rauch, der Großvater Jakob
Meine Großtante, Eva Wilfing, geb. Buron, verw. Rauch, ist die jüngere Schwester meines Großvaters Jakob gewesen. Deren Schwester Katharina heiratete einen Russen und blieb in Bessarabien, ist dort auch zeitig verstorben. Eva heiratete 1935 in Bessarabien Adam Rauch, welcher aber im WW II seit April 1945 (Tatragebiet) als vermisst gilt. Sie blieb in Österreich, heiratete Franz Wilfing und lebte bis zu ihrem Tod 1998 in Graz. Eva blieb kinderlos. Ich habe sie persönlich gekannt und des öfteren selbst besucht. Die Schwestern meines Vaters, Blandina und Erika, leben beide noch. Ich möchte daher über beide in dieser Webseite nicht berichten. Nur so viel, dass die ältere der beiden noch in Neu-Strymba zur Welt kam, Erika erst in Deutschland.
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